Bei der Verifikation von Mixed-Signal-ICs ist die Power-Analyse ein Punkt, der viel Zeit in Anspruch nimmt und somit die Entwicklungszeit eines neuen Chips verlängert. In dieser Arbeit wird eine Alternative für die Power-Analyse vorgestellt. Diese enthält drei Machine-Learning Ansätze für die Power-Modellierung. Dabei soll basierend auf Anwendungsszenarien einer Schaltung von Signalkurven auf die Leistungsaufnahme dieser Schaltung geschlossen werden. Das daraus gelernte Modell kann auf andere Anwendungsszenarien angewendet werden, um deutlich schneller als die Power-Analyse eine Schätzung für die Leistungsaufnahme zu berechnen.
Die drei Ansätze umfassen eine Elastic-Net-Regression mit Interaktionstermen, einen MLPRegressor sowie eine Lineare Regression mit Interaktionstermen und relativem Fehlermaß. Sie werden in Python unter Verwendung etablierter Machine-Learning-Module implementiert. Die Regressionsansätze werden auf unterschiedliche Datensätze angewendet. Die entstandenen Modelle werden dann anhand verschiedener statistischer Metriken verglichen und anhand weiterer Rahmenbedingungen auf Sinnhaftigkeit überprüft. Dabei konnten zwei Ansätze mit guten bis sehr guten Ergebnissen überzeugen: Die Elastic-Net-Regression und der MLPRegressor. Die Regression mit relativem Fehlermaß ist mit der aktuellen Implementierung nicht in der Lage, sinnvolle Modelle zu trainieren.
Allerdings bestehen noch einige Möglichkeiten, auch diesen Ansatz zu verbessern. Diese Arbeit ist folglich in der Lage, einen guten Ausgangspunkt für eine Alternative zur herkömmlichen Power-Analyse anzubieten.
