Mit der zunehmenden Verbreitung des Internet of Things (IoT) steigt die Anzahl der vernetzten Geräte und damit auch die Menge der zu übertragenden Daten rasant an. Speziell im industriellen Bereich sieht sich das Industrial Internet of Things (IIoT) hohen Anforderungen gegenüber, darunter hohe Bandbreite, niedrige Latenz für echtzeitrelevante Prozesse und Kompatibilität der Geräte untereinander. Traditionelle Feldbussysteme stoßen dahingehend schnell an ihre Grenzen. Time Sensitive Networking (TSN) bietet sich als vielversprechende und einheitliche Lösung an, welche Echtzeitfähigkeit bei gleichzeitig hoher verfügbarer Bandbreite gewährleistet. Im Kontext von IoT und Edge Computing gewinnt TSN auch für kompakte und leistungsschwächere Systeme immer mehr an Bedeutung.
In dieser Arbeit wird untersucht, ob es möglich und sinnvoll ist, die TSN-Technologie in solchen ressourcenbeschränkten Systemen einzusetzen. Hierzu wird ein entsprechendes Demonstrationsnetzwerk aufgebaut, in dem grundlegende Funktionen von TSN mit dem Echtzeitbetriebssystem Zephyr umgesetzt und bewertet werden. Die verwendete Hardware-Plattform wurde so ausgewählt, dass sie hinsichtlich ihrer verfügbaren Ressourcen einem typischen IoT oder Edge Computing Gerät nahekommt. Die Eignung der TSN-Technologie für ressourcenarme Systeme wird abschließend durch geeignete Messungen aufgezeigt.
